Kolpingsfamilie feiert 75 Jahre | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 27.03.2025 13:32

Kolpingsfamilie feiert 75 Jahre

Zum Einkehrtag des Kolping-Bezirksverbandes Warburg vor 19 Jahren waren neben dem Gastredner NRW-Minister Karl-Josef Laumann auch heimische Politiker in die Natzunger Gemeindehalle gekommen. Auf dem Foto von 2006 sind (v. l.) Diözesanvorstand August Wilhelms (Natzungen), Bundestagsabgeordneter Jürgen Herrmann (Istrup), Natzungens Ortsvorsteher Karl-Josef Lotze, Bezirksvorsitzende Angelika Flore (Borgentreich), Landtagsabgeordneter Hubertus Fehring (Eissen), der langjährige Landtagsabgeordnete Antonius Rüsenberg (Steinheim), NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann (Hörstel), Diözesangeschäftsführer Werner Sondermann (Schloss Holte), Bürgermeister Bernhard Temme (Borgholz), der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Natzungen Josef Böhner und Bezirkspräses Vikar Raphael Schliebs (Großeneder).  (Foto: privat)
Zum Einkehrtag des Kolping-Bezirksverbandes Warburg vor 19 Jahren waren neben dem Gastredner NRW-Minister Karl-Josef Laumann auch heimische Politiker in die Natzunger Gemeindehalle gekommen. Auf dem Foto von 2006 sind (v. l.) Diözesanvorstand August Wilhelms (Natzungen), Bundestagsabgeordneter Jürgen Herrmann (Istrup), Natzungens Ortsvorsteher Karl-Josef Lotze, Bezirksvorsitzende Angelika Flore (Borgentreich), Landtagsabgeordneter Hubertus Fehring (Eissen), der langjährige Landtagsabgeordnete Antonius Rüsenberg (Steinheim), NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann (Hörstel), Diözesangeschäftsführer Werner Sondermann (Schloss Holte), Bürgermeister Bernhard Temme (Borgholz), der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Natzungen Josef Böhner und Bezirkspräses Vikar Raphael Schliebs (Großeneder). (Foto: privat)
Zum Einkehrtag des Kolping-Bezirksverbandes Warburg vor 19 Jahren waren neben dem Gastredner NRW-Minister Karl-Josef Laumann auch heimische Politiker in die Natzunger Gemeindehalle gekommen. Auf dem Foto von 2006 sind (v. l.) Diözesanvorstand August Wilhelms (Natzungen), Bundestagsabgeordneter Jürgen Herrmann (Istrup), Natzungens Ortsvorsteher Karl-Josef Lotze, Bezirksvorsitzende Angelika Flore (Borgentreich), Landtagsabgeordneter Hubertus Fehring (Eissen), der langjährige Landtagsabgeordnete Antonius Rüsenberg (Steinheim), NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann (Hörstel), Diözesangeschäftsführer Werner Sondermann (Schloss Holte), Bürgermeister Bernhard Temme (Borgholz), der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Natzungen Josef Böhner und Bezirkspräses Vikar Raphael Schliebs (Großeneder). (Foto: privat)
Zum Einkehrtag des Kolping-Bezirksverbandes Warburg vor 19 Jahren waren neben dem Gastredner NRW-Minister Karl-Josef Laumann auch heimische Politiker in die Natzunger Gemeindehalle gekommen. Auf dem Foto von 2006 sind (v. l.) Diözesanvorstand August Wilhelms (Natzungen), Bundestagsabgeordneter Jürgen Herrmann (Istrup), Natzungens Ortsvorsteher Karl-Josef Lotze, Bezirksvorsitzende Angelika Flore (Borgentreich), Landtagsabgeordneter Hubertus Fehring (Eissen), der langjährige Landtagsabgeordnete Antonius Rüsenberg (Steinheim), NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann (Hörstel), Diözesangeschäftsführer Werner Sondermann (Schloss Holte), Bürgermeister Bernhard Temme (Borgholz), der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Natzungen Josef Böhner und Bezirkspräses Vikar Raphael Schliebs (Großeneder). (Foto: privat)
Zum Einkehrtag des Kolping-Bezirksverbandes Warburg vor 19 Jahren waren neben dem Gastredner NRW-Minister Karl-Josef Laumann auch heimische Politiker in die Natzunger Gemeindehalle gekommen. Auf dem Foto von 2006 sind (v. l.) Diözesanvorstand August Wilhelms (Natzungen), Bundestagsabgeordneter Jürgen Herrmann (Istrup), Natzungens Ortsvorsteher Karl-Josef Lotze, Bezirksvorsitzende Angelika Flore (Borgentreich), Landtagsabgeordneter Hubertus Fehring (Eissen), der langjährige Landtagsabgeordnete Antonius Rüsenberg (Steinheim), NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann (Hörstel), Diözesangeschäftsführer Werner Sondermann (Schloss Holte), Bürgermeister Bernhard Temme (Borgholz), der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Natzungen Josef Böhner und Bezirkspräses Vikar Raphael Schliebs (Großeneder). (Foto: privat)

Am Sonntag, 6. April, blickt die Kolpingsfamilie Natzungen auf ihre 75-jährige Vereinsgeschichte zurück. Sie wurde 1950 von Pastor Meinolf Kämper mit 21 jungen Männern gegründete und hat Jahre intensiver Aktivitäten hinter sich.

Dazu zählte neben einer Theatergruppe und einer Musikkapelle damals auch die Gründung der Jungkolpinggruppe, die 1962 von Josef Wilhelms mit 16 Jugendlichen ins Leben gerufen wurde. Ihr gehörten anfangs Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren an.

Mit immensem Aufwand fanden in den Jahren 1966 und 1967 große Karnevalsveranstaltungen in der Halle statt, die keinen Vergleich zu scheuen brauchten. Ein schwarzer Tag in der Vereinsgeschichte war der 27. Oktober1972, als kurz nach einem Übungsabend der Laienspielgruppe das Jugendheim durch ein Feuer bis auf die Außenmauern abbrannte. Aber schon im folgenden Jahr entstand an gleicher Stelle das neue Pfarrzentrum in dessen Räumen die Kolpingsfamilie ihr Heim hatte. Heute stehen dort neuere Räumlichkeiten zur Verfügung. Insbesondere von der Kolpingjugend wurde zwischenzeitlich auch der damals leerstehende und heute nicht mehr vorhandene Schulpavillon genutzt.

Gemäß einem Beschluss des Kolping-Zentralverbandes in Köln konnten seit 1972 auch Frauen und Mädchen in die Kolpingsfamilie aufgenommen werden und sind heute nicht mehr wegzudenken.

Mit besonderer Freude nahm die Kolpingsfamilie die Entscheidung des Rates in Borgentreich vom 5. Mai 1980 zur Kenntnis, der das Bemühen des Vorsitzenden Josef Böhner um eine „Kolpingstraße“ in Natzungen belohnte.
Im Sommer 1984 gründeten Wilma Hoppe, Maria Suermann, Karl Jochheim und August Wilhelms den „Kreis junger Familien“ der Kolpingsfamilie, der seine Veranstaltungen speziell auf Familien mit kleinen Kinder bezog.

Unter Ingrid Aufenanger und Beate Hillebrand wurde dann 1991 eine Krabbelgruppe ins Leben gerufen, bei der sich junge Mütter mit ihren Babys einmal wöchentlich im Pfarrheim trafen.

Neben verschiedenen Veranstaltungen im Gesundheitsbereich ist vor allem die von Richard Wilhelms ab 1991 geleitete wöchentliche Seniorengymnastik zu nennen. Inzwischen hat seit nunmehr 25 Jahren die von Elisabeth Hagemann geleiteten Wirbelsäulen-Gymnastikkurse mit den Physiotherapeutinnen Margret Möltgen bzw. Jutta Dunkel stets eine große Nachfrage.

Höhepunkte des Vereinslebens waren die Bezirkstage, die 1954 und 1964 mit einem großen Umzug aller Berufsstände verbunden waren.

Diese wirksame Symbolik der berufsständischen Arbeit, die mit viel Liebe und Begeisterung geschaffen wurde, war bei den nachfolgenden Bezirkstagen nicht mehr machbar. Hier wurde insbesondere durch den jeweiligen Festredner wie zum Beispiel mit Weihbischof Paul Consbruch, den CDU-Politikern, dem Landesvorsitzenden und Oppositionsführer im Landtag von NRW, Dr. Bernhard Worms, dem Europa-Parlamentarier Dr. Peter Liese oder dem Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes NRW Karl-Josef Laumann das Besondere der Veranstaltungen deutlich.

Im sozialen Bereich hat die Kolpingsfamilie Natzungen seit 1966 vor allem mit der Teilnahme an der jährlichen „Aktion Rumpelkammer“ bis heute großes Engagement gezeigt. Für Entwicklungshilfeprojekte in Mittelamerika sammelt sie seitdem nicht nur in Natzungen, sondern auch in acht umliegenden Orten Altkleider, und früher auch Altpapier.

Auch durch viele kleine Aktionen konnten insgesamt hohe vierstellige Beträge insbesondere für Projekte in bedürftigen Ländern zur Verfügung stellen. Sogar eine Lkw-Ladung mit ausgedienten Krankenhausbetten wurde für ein Missionsgebiet organisiert.

Viele Jahre wurden Busfahrten in Deutschland und den Nachbarländern durchgeführt. Jährlich wird zu einer Weihnachtsmarktfahrt eingeladen.

Im Jahresablauf sind es heute vor allem Betriebsbesichtigungen, Freizeit- und Bildungsangebote, sowie religiöse Veranstaltungen, die das Leben der Kolpingfamilie Esther Tewes ausmachen.

Nach einer längeren Spielpause konnte insbesondere Dank der Initiative von Benedikt Dierkes und Michael Suermann das Kolping-Theaterspiel wieder aufgenommen werden. In jedem zweiten Jahr, immer wenn kein Schützenfest ist, finden seit 2016 nun wieder zum St. Nikolaus-Patronatsfest Aufführungen statt.

In der Vereinsgeschichte standen Heinrich Jochheim, Bernhard Wegge, Hans-Josef Sander, Josef Meyerhans, Josef Böhner, Josef Wilhelms, Werner Scherf, Stefan Böttcher, Karl Jochheim, Maria Tewes und heute Mathilde Wilhelms als Senioren bzw. Vorsitzende der Kolpingsfamilie vor. Die Kolpingsfamilie Natzungen hat heute gut 100 Mitglieder.

Dem Vorstand gehören aktuell folgende Personen an: Präses Pastor Ullrich Birkner, Vorsitzende Mathilde Wilhelms, stellvertretender Vorsitzender Karl Jochheim, Kassierer Martin Böhner, Geistlicher Leiter und Schriftführer August Wilhelms, Geschäftsführerin Ingrid Aufenanger, Hildegard Oberhoff, Johanna Bornmann, Melanie Dierkes, Esther Tewes, Heike Tewes, Dr. Elmar Wilhelms, Otto Wilhelms und der Ehrenvorsitzende Josef Böhner.

Folgendes Programm sieht die Jubiläumsfeier am Sonntag, 6. April, vor: 10.30 Uhr Festmesse mit dem Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes Msgr. Christoph Huber (Köln) und dem Bezirkspräses Pastor Ullrich Birkner in der St. Nikolaus-Pfarrkirche. Anschließend in der Gemeindehalle Begrüßung, Grußworte und gegen 12.30 Uhr Imbiss. Für 14 Uhr ist der Vortrag des heimischen Landsatirikers Udo Reineke geplant und danach wird zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Bei der Veranstaltung besteht die Gelegenheit, sich anhand von Fotos die Geschichte der Kolpingsfamilie in Erinnerung zu rufen.

Neben den Kolpingsfamilien sind vor allem die Bewohner von Natzungen und Drankhausen herzlich zur Jubiläumsfeier eingeladen.

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