Meinungsaustausch zwischen Landwirtschaft und Stadtverwaltung in Daseburg | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 26.03.2025 21:57

Meinungsaustausch zwischen Landwirtschaft und Stadtverwaltung in Daseburg

In der Hansestadt Warburg trafen sich Vertreter der heimischen Landwirtschaft mit Bürgermeister Tobias Scherf und dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer zum traditionellen Treffen der Landwirte. Neben Johannes Claes, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter nahmen Kreislandwirt Heinrich Gabriel und Geschäftsführer Stefan Berens (Landwirtschaftskammer) sowie zahlreiche Vertreter und Landwirte aus dem Warburger Land teil.

Zusammenarbeit für nachhaltige Zukunft

Die Veranstaltung startete mit der Besichtigung des Daseburger Hofs „Rose-Dunschen“. Hofinhaber Matthias Dunschen gewährte spannende Einblicke in die landwirtschaftliche Arbeit, etwa den Kartoffel- und Zwiebelanbau. Er erläuterte die Besonderheiten von Aussaat, Ernte, Lagerung und Vertrieb.

Vielfältige Themen diskutierten die Vertreter der Warburger Stadtverwaltung und der regionalen Landwirtschaft bei einem Treffen in Daseburg. (Foto: Stadt Warburg)
Vielfältige Themen diskutierten die Vertreter der Warburger Stadtverwaltung und der regionalen Landwirtschaft bei einem Treffen in Daseburg. (Foto: Stadt Warburg)
Vielfältige Themen diskutierten die Vertreter der Warburger Stadtverwaltung und der regionalen Landwirtschaft bei einem Treffen in Daseburg. (Foto: Stadt Warburg)

Bürgermeister Tobias Scherf betonte die Bedeutung des offenen Austauschs zwischen Landwirtschaft und Stadtverwaltung: „Die Landwirtschaft versorgt uns täglich mit Lebensmitteln, schützt die Natur und stärkt die regionale Wirtschaft. Eine nachhaltige Zukunft gelingt nur durch Wertschätzung und Zusammenarbeit von Gesellschaft, Politik und Landwirtschaft.“

Hansestadt stellt sich wirtschaftlichen Herausforderungen

Eines der zentralen Themen der Veranstaltung war die allgemeine Haushaltssituation der Hansestadt Warburg, insbesondere in Bezug auf kommunale Finanzen, Straßenbau und die Grundsteuerreform. Der Haushalt zwingt die Stadtverwaltung dazu, Investitionen und Instandhaltungen auf das Nötigste zu beschränken. Der erste Beigeordnete Andreas Niggemeyer erklärte: „Trotz steigender Kosten stehen uns nur begrenzte Einnahmen zur Verfügung. Umso wichtiger ist es, Prioritäten zu setzen und die Mittel gezielt einzusetzen.“ Besonders der Straßenbau ist von den finanziellen Einschränkungen betroffen. Die Mittel für Straßenunterhaltung mussten von 700.000 Euro auf 350.000 Euro halbiert werden.

Auch die Entwicklung der Wirtschaftswege wurde diskutiert. In ausführlichen Gesprächen prüften Teilnehmer aus der Stadtverwaltung Landwirtschaftsvertreter verschiedene Lösungsansätze zur Verbesserung und Finanzierung. Andreas Niggemeyer betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen: „Eine funktionierende Infrastruktur ist essenziell für Landwirtschaft und Wirtschaft. Nur durch einen konstruktiven Dialog und kreative Lösungen können wir nachhaltige Verbesserungen erreichen.“ Die besprochenen Möglichkeiten sollen weiter vertieft werden.

Warburg gestaltet Energiewende aktiv mit

Neben wirtschaftlichen Entwicklungen und infrastrukturellen Fragen spielte die Energiewende eine zentrale Rolle. Wirtschaftsförderer Sören Spönlein informierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien, insbesondere zum Thema Windkraft und Photovoltaik: „Wir verfolgen in Warburg einen vorausschauenden Ansatz und haben frühzeitig rund 1.600 Hektar als Potenzialflächen für Windkraftanlagen ausgewiesen. Mit klaren Kriterien stellen wir eine ausgewogene Planung sicher und schaffen die Grundlage, die Energiewende aktiv und nachhaltig mitzugestalten.“ Die teilnehmenden Landwirte diskutierten ausführlich über wirtschaftliche Aspekte von Windkraftanlagen und thematisierten Chancen und Herausforderungen.

Gemeinsamer Dialog für eine zukunftsfähige Entwicklung

Bürgermeister Scherf unterstrich die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Stadtverwaltung und Landwirtschaft. Um diesen Dialog weiter zu stärken, sollen auch in den kommenden Jahren Betriebsbesichtigungen mit den jährlichen Gesprächen zwischen Landwirtschaft und Stadtverwaltung verknüpft werden. So soll gemeinsam an nachhaltigen Lösungen gearbeitet und Herausforderungen frühzeitig zu begegnet werden.

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