Zum ersten Mal wurde 1927 international ein Weltgebetstag von christlichen Frauen unterschiedlicher Konfessionen gefeiert. Traditionell findet der Weltgebetstag am ersten Freitag im März statt. In diesem Jahr haben Christinnen der pazifischen Cookinseln die Gottesdienstordnung erstellt.
Auf den Cookinseln begrüßt man sich mit dem Satz in der Maori-Sprache: „Kia orana“. Diesmal kamen Besucherinnen aus Bad Driburg und Umgebung
in das evangelische Gemeindezentrum zum Insel-Café und anschließend in die evangelische Kirche am Kurpark zum Gottesdienst zusammen.
Zum engagierten ökumenischen Vorbereitungsteam gehörten Frederike Wieneke, Petra Koch, Anne Frank, Anni Köhler, Beatrix Hesse, Petra Nolte und Melanie Humborg. Den Auftakt bildete das Insel-Café, zu dem etwa 40 Besucherinnen kamen. Die Gäste nahmen an liebevoll gedeckten Tischen Platz. Bei Kaffee und selbstgebackenen kleinen Kuchen mit Kokos traf man sich in lockerer Atmosphäre zu netten Gesprächen. Infomaterial über die Cookinseln lagen für jede bereit. Ein kurzer Film informierte über diese fernen Inseln im Pazifik, auf denen etwa 15 000 Menschen leben. Die paradiesische Landschaft mit exotischen Blumen und Früchten am blauen Meer lockt in jedem Jahr viele Touristen und Urlauber. Besonders viele kommen nach Aitutaki, die auch als Honeymoon-Insel bekannt ist. So ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig, gefolgt von der Zucht schwarzer Perlen und der Landwirtschaft.
Anni Köhler, Beatrix Hesse und Küster Rudolf Moor begrüßten alle Gottesdienstbesucher herzlich am Eingang der Kirche. Jeder erhielt die Gottesdienstordnung und ein Lesezeichen mit einer Dekoblume geschmückt. Der Altar zog alle Blicke auf sich, denn er war eindrucksvoll mit Früchten, Pflanzen, der Flagge und der Kerze zum Weltgebetstag dekoriert.
Eine Ozeantrommel (Ocean Drum), mit der die Geräusche von Meereswellen
nachgeahmt wurden, erfüllte die Kirche und stimmte alle auf eine besondere Art ein. „In Gedanken war ich am Meer und lauschte den Wellen. Es war wunderbar“, so eine Besucherin.
Die weitere musikalische Begleitung des Gottesdienstes erfolgte durch Dorothea Eulering (Ukulele, Gitarre und Gesang), Melanie Humborg (Querflöte und Gesang), Louis Humborg (Gesang und Gitarre), Hans Ströhmer (Cajón) und Friedrich Ströhmer (Stage Piano und Gesang).
„Wunderbar geschaffen“ lautete das Leitmotiv des Gottesdienstes. Krisen und Probleme in der Welt bewegen viele Menschen. Umso mehr möge es gelingen, an das Gute im Menschen zu glauben und stolz auf sich zu sein. Das vermitteln die Christinnen der Cookinseln.
Frederike Wieneke begrüßte alle mit den Worten: „Kia orana“ und lud ein, es nachzusprechen:
„Kia orana
Mögest du lange leben.
Mögest du gut leben.
Mögest du leuchten wie die Sonne.
Mögest du mit den Wellen tanzen.“
Eindrucksvoll wurden drei Geschichten verlesen. In der ersten erinnerte sich
Mii an die bittere Corona-Zeit im Jahr 2022. Vainiu erzählte davon, dass sie in der Schule nicht ihre Muttersprache Maori sprechen durfte und dafür hart bestraft wurde. Die Ärztin Dawn berichtete als Dritte stolz über die Erfolge im Gesundheitswesen. „Durch unsere spezialisierte Versorgung hat sich die Gesundheit unserer Kinder wesentlich verbessert.“
Ein gegenseitiger Zuspruch schloss sich an weitere gemeinsam gesungene Lieder und Gebete an. Jeder wurde aufgefordert, beginnend mit „Kia orana“ seiner Nachbarin etwas Freundliches oder Ermutigendes zu sagen. Wellengeräusche durch die Ozeantrommel bildeten den besonderen Abschluss und ließen die Besucher noch einmal innehalten.
Frederike Wieneke sprach für ihr Team mit den Worten: „Wir können uns immer aufeinander verlassen und so haben wir ein gutes Gefühl des Miteinander in der Vorbereitung und heute in der Durchführung des Weltgebetstages.” Sie dankte allen Aktiven im Vorder- und Hintergrund.
Ein Zeichen für die weltweite Solidarität ist auch die Kollekte der jährlichen Gottesdienste. Mit ihr wird Frauen und Mädchen geholfen. Gern gaben die Besucher diese Unterstützung.